Geschäftsstelle / Dojoleiter

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Dojoleiter

Christian Gradl, 6. DAN

Karlsbader Str. 14

64823 Groß-Umstadt

Telefon (0 60 78) 7 53 37

Telefax (0 60 78) 96 96 77

eMail: ch.gradl@t-online.de

Kurzportrait

Christian Gradl, geb. 20.02. 1959 in Sonthofen im Allgäu, gelernter Bürokaufmann, 1975 Start des Karatetrainings, 1976 Weißgurtprüfung, 1988 Prüfung zum 1. DAN (Schwarzgurt, Meistergrad), 1988 1. Trainerstelle in Waldkraiburg / Oberbayern, 1989 Prüfung zum Karate Übungsleiter, 1990 Prüfung zum Karate B-Trainer, 1991 Ausbildung und Ernennung zum Karate Gürtelprüfer, 1991 Umzug in das Rhein-Main-Gebiet und Ausführung mehrerer Trainertätigkeiten, seit 1992 Cheftrainer im Karate Dojo Groß-Umstadt e.V., 1992 Prüfung zum 2. DAN, 1995 Prüfung zum 3. DAN, 2000 Prüfung zum 4. DAN, 2007 Prüfung zum 5. DAN, 2012 Prüfung zum 6. DAN und somit höchster Karatelehrer in der Odenwaldregion, seit 1997 DJKB Bundesstützpunktleiter Rhein-Main-Neckar.

Interview mit Christian Gradl

Auszug aus Info-Post, 1. Ausgabe März, April, Mai 2000

Wie haben Sie Ihre Leidenschaft zum Karate entdeckt ?

Ich bin ja im Allgäu geboren. Und wie es nun mal in dieser Gegend üblich ist, werden den Kindern die Ski schon mit in die Wiege gelegt. Um im Winter in die Schule zu gelangen musste ich schon meine Ski anschnallen.

Ich verfügte schon in frühester Jugend über einen relativ großen sportlichen Ehrgeiz. Um ein wirklich guter Skifahrer zu werden, sollte man auch im Sommer hart trainieren und Skigymnastik machen. Durch einen Zufall wurde ich dann auf die "Karatescene" aufmerksam. Ich erlebte, dass im Karatetraining eine außerordentlich gute Gymnastik gemacht wird, besser als Skigymnastik. So stand sehr schnell für mich der Entschluss fest dort mit zu machen. Ich hatte beim Training nicht nur die gute Gymnastik fürs Skifahren sondern noch den "Nebeneffekt" der Selbstverteidigung. So wurde meine Leidenschaft geboren.

Und wie konnten Sie später Beruf und Karate unter einen Hut bringen ?

Ich habe zunächst nichts anderes außer Karate gemacht. Selbst meine Berufsausbildung stellte ich dafür zurück. Erst später machte ich dann eine Ausbildung zum Bürokaufmann in Frankfurt nach.

Arbeiten Sie heute hauptberuflich als Karatelehrer ?

Nein, ich arbeite halbtags für das Autohaus Siebert in Groß-Umstadt, was mir sehr viel Spaß macht. Der zweite Teil des Tages besteht dann aus Karatetraining und da hauptsächlich im Training mit Kindern und Jugendlichen. Sie sind mir besonders ans Herz gewachsen.

Haben Sie selbst Kinder, dass Sie sich gerade in diesem Bereich so stark engagieren ?

Nein, ich habe selbst keine Kinder. Ich war bisher immer so stark im Karate eingebunden, dass ich die eigene Familienplanung vielleicht übersehen habe. Ich hätte bestimmt gerne Kinder gehabt, aber vielleicht hätte sich dann meine Vorliebe fürs Kinderkarate nicht so stark entwickelt.

Nicht das das falsch verstanden wird: Ich bin natürlich auch Karatelehrer für Erwachsene.

Welche Gründe bewegten Sie zum Umzug von Sonthofen ins Rhein-Main-Gebiet ?

Ich erhielt eines Tages ein sehr verlockendes Angebot als Karatelehrer aus Dietzenbach, mit Arbeitsplatz und allem drum und dran. Diesem Angebot bin ich gefolgt. Ich war Trainer in Dietzenbach, Langen, Dreieich und Frankfurt.

Eines Tages erreichte mich ein Anruf aus Groß-Umstadt. Ich wusste zuerst gar nicht wo das liegt. Zum 01. Januar 1992 trat ich die Stelle in Groß-Umstadt an und habe diesen Schritt nie bereut. Hier sehe ich auch meine weitere Zukunft.

Sie haben ja große Pläne für das Jahr 2000. Wollen Sie uns dazu etwas erzählen?

Ich stehe in diesem Jahr vor der größten Herausforderung meines Lebens. Ich hab mit dem Jahr 2000 das schwierigste Jahr vor mir.

Schon 1995 habe ich es geschafft das größte Karate-Welttreffen im Jahr 2000 nach Groß-Umstadt zu holen. Dies war immer ein Traum von mir. Unter Mitbewerbern wie Freiburg viel die Entscheidung auf Groß-Umstadt.

Es werden Karatesportler aus der ganzen Welt wie Australien, USA und Japan hier zu uns kommen. Unsere Vorbereitungen laufen nun schon seit 3 Jahren. Ab dem 24. Juli 2000 wird von montags bis freitags eine Woche in allen Hallen der Stadt von morgens 7:00 bis abends 19:00 Uhr trainiert. Am darauffolgenden Wochenende finden dann die verschiedenen Prüfungen statt. Besonders möchte ich noch den Donnerstagabend hervorheben. Da findet um 20:00 Uhr in der Heinrich-Klein-Halle in Groß-Umstadt eine große Benefizveranstaltung zu Gunsten der Hospizgruppe Groß-Umstadt statt.

Da sind mir aber noch weitere Planungen für das Jahr 2000 zu Ohren gekommen. Möchten Sie dazu auch schon etwas sagen ?

Ja, die Ereignisse überschlagen sich in diesem Jahr. Wir werden im Frühling ein eigenes "Dojo" erhalten. Dojo heißt auf Deutsch Trainingsraum. Er liegt in der Siemensstraße IA und wird mit Spiegelraum, elastischem Boden und Sauna ausgestattet sein.

Hier erfüllt sich ein weiterer großer Traum eines jeden Karatelehrers. Wir werden die Kinder und Jugendarbeit noch intensiver gestalten können.

So wird das Jahr 2000 ein sicherlich denkwürdiges Jahr für mich werden.

Vielen Dank für das Interview.

Martina Trautmann Redaktion Info-Post.

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