Einblicke in die Umstädter Karatearbeit

Einblicke in die Umstädter Karatearbeit

Sonntag, 2. November

VON: BILD UND TEXT: ANDREAS NEUBERT

Tag der offenen Tür ließ Dojo aus allen Nähten platzen

Es passten nicht alle auf einmal hinein, die da hinein wollten. Das Karate-Dojo Groß-Umstadt öffnete für die Öffentlichkeit seine Türen und bot interessante Einblicke in seine Vereinsarbeit. Von der Neugier der Besucher überwältigt zeigte sich auch Christian Gradl (5. DAN), Cheftrainer und Vereinsvorsitzender, der sich eigens zum Tag der offenen Tür von einer Marketingspezialistin beraten ließ. Trainer und Vereinsmitglieder führten eine breite Palette des asiatischen Kampfsports vor, der Jung und Alt ansprach.

Das Karate Dojo Groß-Umstadt präsentierte sich zum Tag der offenen Tür von seiner besten Seite – Trainer und andere Vereinsverantwortliche in weißer Karatekluft mit Namensschild empfingen eine Vielzahl an Besuchern. Die sahen dort Karate als Breitensport für Jung und Alt. Die unterschiedlichen Vorführungen zeigten den Kampfsport in seiner breiten Variation – geeignet für Kinder im Alter ab fünf Jahren, für ehrgeizige Jugendliche oder als Ausgleich und Freizeitsport für Erwachsene bis ins Seniorenalter. So präsentierten alle Gruppen – von den Bambinis über die Kinder bis zu den Jugendlichen und Erwachsenen – ihr erlerntes Können und die Möglichkeiten des Karatesports sowie einen Teil des Trainingsprogramms. Nicht zuletzt konnten die Zuschauer selbst einmal erste Schritte im Karate ausprobieren. „Karate ist viel mehr als nur asiatische Kampfkunst. Damit wird Schnelligkeit, Ausdauer, Kraft, Konzentration, Disziplin, Technik oder Koordination verbunden – und ist daher für jedes Alter, für Frauen und Männer gleichermaßen geeignet“, erläutert Christian Gradl. Karate ist vor allem ein Sport, der auch wegen der Techniken und Variationen im Kopf ausgeführt mit – ein ganzheitlicher Sport im wahrsten Sinn des Wortes. Höhepunkte der Vorführungen waren unter anderem die beeindruckenden Kampftechniken und –Szenen zur Selbstverteidigung gegen Attacken mit Messer. Die Darsteller heimsten dafür viel Beifall von den Zuschauern ein. Waren die Präsentationen im Stundentakt geplant, warf die große Nachfrage der Gäste diese Planung Überhauf und machte daraus eine sportliche Dauervorstellung.

„Wir führen diesen Tag der offenen Tür zum ersten Mal durch und wollen damit unseren Vereinssport, Karate als Kampfkunst und Breitensport, einer breiten Öffentlichkeit näher bringen. Um dieses Ereignis für das Publikum so interessant wie möglich zu gestalten, hat sich der Verein von einer Marketingexpertin, die ausschließlich Sportevents betreut, beraten lassen. Und ich glaube, das hat sich gelohnt“, so Gradl, der sich selbst von dem überwältigenden Publikumsandrang angenehm überrascht zeigte und weitere solcher Präsentationstage plant.

Nebenbei bekamen die Gäste die Ausstattung des Dojos, das zudem DJKB-Bundesstützpunkt Rhein-Main-Neckar ist, vorgeführt. Allen voran der spezielle Mattenboden, der schonend zu den Gelenken ist. Aber auch Neuheiten wie die Handpratzen für das Schlag- und Tritttraining. Etwas Besonderes erhielten Besucher, die sich an diesem Tag als Vereinsmitglied einschrieben. Sie konnten sich gleich mit einem neuen Karateanzug einkleiden, der von der Volksbank Odenwald gesponsert war.